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Cordatus (von seinen Schützlingen "der Herr" genannt) ist ein Clustergott und Mitglied der geheimnisvollen Herren der Schöpfung. Er lebt in der Spielwelt und verwendet dort sein Paradies, um den Menschen ein friedliches Leben nach dem Tod zu gewähren. Er ist eine der wichtigsten Bezugspersonen von Quint.

Geschichte

Cordatus ist alt - sehr alt. Eine genaue Angabe lässt sich darüber nicht treffen, da es wahrscheinlich ist, dass seine Herkunft abseits einer geordneten Zeitabfolge funktioniert. Klar ist, dass er vor mehreren tausend Jahren zum ersten Mal in Erscheinung trat. Er selbst erinnert sich nicht mehr, wie lange es genau her ist - glaubt aber, dass es um die 9000 Jahre her sein muss. Er, wie die anderen Clustergötter, nahm die Gestalt eines Menschen an und ließ sich in einem gewöhnlichen Universum nieder, um es zu beobachten und den Dingen ihren Lauf zu lassen.

Cordatus wählte Beta 3864-g6, und auch wenn er über die Jahrtausende hinweg immer wieder dieses Universum verließ, um seine Freunde der Herren der Schöpfung zu besuchen, oder sich in anderen Welten umzusehen, so betrachtete er doch stets Beta 3864-g6 als seine Heimat. Er residierte friedlich über sein Paradies und studierte eingehend die Menschen. Ohne Partei zu ergreifen, hielt er ein Auge auf sie, bewahrte sie vor kosmischen Gefahren und hielt sich aus ihrem Leben heraus. Seine seltenen Einmischungen waren dennoch so eindrucksvoll, dass die Menschen seit mindestens 3000 Jahren von ihm als Gott sprechen. In diversen Kulturen von Beta 3864-g6 wird Cordatus unter den verschiedensten Namen verehrt - das schmeichelte dem Clustergott, wenngleich er viele Aspekte dieser Religionen aufgrund ihrer Redundanz ablehnte.

Ebenso wie die Menschen, beobachtete er das Treiben der Naturgeister von Beta 3864-g6. Diese verfolgten ihre eigenen Ziele und kamen einander regelmäßig in die Quere, was zu unnötigen Konflikten sorgte, in die oft auch die Menschen verwickelt wurden. Cordatus beschloss, einzugreifen, und zwischen den Streitenden zu vermitteln. Etwa eintausend Jahre vor Beginn der heutigen Zeitrechnung, gelang es ihm, die Naturgeister zu versammeln und zu einen. Er ermutigte sie zur Gründung des Rates der Versammlung, in dem auch er selbst Mitglied wurde - seither ist er mit allen Mitgliedern des Rates vertraut und mit einigen sogar befreundet.

Als eines Tages Quint in Beta 3864-g6 auftauchte und sein chaotischer Einfluss das Gefüge der gesamten Welt auseinanderzubrechen drohte, griff Cordatus erneut ein. Er zeigte sich dem Chaosgott persönlich und versuchte, ihn davon zu überzeugen, mit seinen Einmischungen aufzuhören. Er stieß damit nicht auf Gehör - und provozierte im Gegenteil, dass Quint seine Spielchen nur noch weiter trieb. Trotz Cordatus' Fähigkeiten, das Chaos von Quint stückweise zu beseitigen, kam es zu einer Pattsituation.

Schließlich gipfelte der Konflikt damit, dass Quint sich selbst in Cordatus' Paradies einmischte. Bevor ernsthafte Schäden angerichtet wurden, schaffte Cordatus es, Quint zu überzeugen, einen provisorischen Frieden zu schließen. Wenn Cordatus es schaffte, ihm den Wert des Lebens und der Menschen näherzubringen, so solle Quint seinen Einfluss auf die Welt lockern.

Tatsächlich gelang es Cordatus im Verlauf einer langwierigen Zeit, Quint davon zu überzeugen - nicht zuletzt dadurch, dass er ihm Vertrauen und Verständnis entgegenbrachte. Auch Cordatus war überrascht, dass Quint nicht bloß ein verantwortungsloser Schurke war, sondern über enormes Wissen und tiefe Gedanken verfügte, und die beiden freundeten sich an. Cordatus half ihm sogar mit seinen schöpferischen Kräften, indem er ihm eine eigenständig denkende Seele für seinen eigenen Menschen Amnayé erschuf.

Viele Jahre schien alles in Ordnung zu sein - doch der Rat der Versammlung beäugte das Bündnis zwischen Cordatus und Quint misstrauisch. Gegenüber ihnen zeigte Quint nach wie vor keinerlei Respekt. Er zügelte zwar das Chaos auf dem Planeten, doch ließ er es sich nicht nehmen, den Naturgeistern immer und immer wieder in die Quere zu kommen. Schließlich reichte es ihnen und sie überzeugten Cordatus davon, dass Quint eine Bedrohung für die Ordnung der Welt darstellte.

Schweren Herzens bat Cordatus seinen Freund zum Gehen - doch dieser war außer sich vor Wut und fasste die Entscheidung als schweren Verrat auf. Es entbrannte ein Kampf, doch letzten Endes schafften Cordatus und der Rat der Versammlung es gemeinsam, Quint festzuhalten und von der Wächteressenz verbannen zu lassen.

Cordatus war sich sicher, dass Quint nach dem Ende seiner Verbannung zurückkehren würde. Zum Schutz der Menschen vor dieser und anderer Bedrohungen erschuf er die Engel-Wächter, und gab ihnen die Fähigkeit, ihn zu jederzeit telepathisch zu kontaktieren.

Tausend Jahre vergingen, bis Quint tatsächlich wiederkehrte. Cordatus erfuhr es durch James Peterson, dem jüngsten Nachfahren von Amnayé - der sich absichtlich töten ließ, um Cordatus um Hilfe zu bitten. Quint hatte geahnt, dass Cordatus ihm augenblicklich einen Riegel vorschieben würde, und hatte daher die telepathische Verbindung des Engels Mausewitz zu seinem Herren unterbrochen.

Cordatus stoppte Quint und nach einem kurzen aber heftigen Kampf kam es zum Gespräch. Die beiden sprachen sich aus und schlossen Frieden. Cordatus ließ sich von Quint versprechen, dass er kein Chaos mehr stiften würde, und ihn im Gegenzug als Verbündeten betrachten werde.

Als kurz darauf die Regelwerke von Beta 3864-g6 zerbrachen, und alle Quint verdächtigten, nahm Cordatus ihn in Schutz und suchte das Gespräch mit ihm. Sein Vertrauen wurde letztendlich belohnt, als Quint die Welt vor dem Schwarzen Loch rettete - was ihn entkräftet und verwundbar zurückließ. Cordatus war ihm für diese Tat sehr dankbar, und in den darauffolgenden Kämpfen in Bluewood stellte er sich ohne zu zögern Lord Grazek in den Weg. Er beschützte Quint und seine Begleiter mit einem Schild, und hätte sich mit ihm dem Untergang verdammt, wäre Quint nicht aus dem Schild herausgetreten und hätte sich den Feinden alleine gestellt.

Aussehen

Er sieht aus wie ein älterer Herr Anfang sechzig mit schneeweißen, halbkurzen Haaren und einem gut gepflegten Bart. Seine Augen sind grau-grün und er schaut stets beruhigend und seelig drein. Meistens trägt Cordatus eine weiße Leinenrobe, und darunter graue Gewänder. Das stellt seine "Arbeitskleidung" dar - wohingegen er in seiner Freizeit zumeist graue Alltagskleidung trägt.

In einer anderen Gestalt hat er sich nie präsentiert - es ist unklar, ob er sein Aussehen auf Wunsch ändern kann, aber es scheint wahrscheinlich zu sein, dass er es kann.

Charakter

Cordatus ist wohl der weiseste Mentor, den es geben könnte. Er hat tausende von Jahren darauf verwendet, die Menschen und Götter des Multiversums verstehen zu lernen - und auch wenn er nicht allzu weit gereist ist, kennt er doch viele Fakten und Begebenheiten, und ist ein hervorragender Ansprechpartner bei Problemen aller Art. Er hört aufmerksam zu und bemüht sich stets um konstruktive Lösungen. Er ist optimistisch und glaubt an das Gute in allen Dingen.

Er ist in seinem tiefsten Inneren bescheiden - er ist glücklich, wenn er sein Paradies hat und es mit den Menschen teilen kann. Dennoch genießt er die Aufmerksamkeit und Authorität, die er als Gott mit sich bringt. Dabei gehört Cordatus zweifellos zu den mächtigsten Wesen des gesamten Multiversums - in Sachen Schöpfung und Kreation ist er gar das allermächtigste, mit der einzigen Einschränkung, dass die anderen Herren der Schöpfung ihm gleichgestellt sind.

Seine wohl größte Stärk und zeitgleich Schwäche ist seine Neutralität. Er ergreift in den allerseltensten Fällen Partei und neigt eher dazu, mit beiden Seiten zu sympathisieren, ohne sich einzumischen. Während ihn das zu einem wunderbaren Berater macht, der die Dinge nüchtern erfasst und sich Problemen mit der nötigen Distanz nähert, hindert ihn das oftmals daran, klare Entscheidungen zu treffen. Es fällt ihm enorm schwer, etwas als Recht oder Unrecht zu bezeichnen.

Cordatus ist außerdem mindestens so stur wie Quint. Hat er einmal eine Meinung, so lässt er sich davon nicht abbringen. Falls doch, so muss es aus eigenem Antrieb entstehen, und selbst dann wird er niemandem die Genugtuung geben, sich geirrt zu haben.

Doch in den allermeisten Fällen ist Cordatus ein weiser, gerechter und verständnisvoller Gott, vor dem man keine Angst haben muss. Selbst die schlimmsten Unholde möchte er nicht verletzen, sondern lediglich außer Gefecht setzen.

Beziehungen

zu Quint

Auch wenn Cordatus und Quint völlig gegensätzliche Konzepte symbolisieren (Ordnung und Chaos), funktionieren sie als Team erstaunlich gut. Sie haben gar viele Gemeinsamkeiten und teilen ein grundlegendes Verständnis der Persönlichkeit des anderen. Sofern Quint sich entsprechend verhält, ist Cordatus stets bereit für Frieden und Freundschaft mit ihm - seinerseits bemüht Cordatus sich darum, Vertrauen und Freundschaft zu bieten.

zu seinen "Schützlingen"

Cordatus fühlt sich den Menschen von Beta 3864-g6 sehr verpflichtet. Er wünscht sich, dass sie unbehelligt leben können und nach ihrem Tod den ewigen Frieden in seinem Paradies finden. Er macht keinen Unterschied zwischen den Leuten - er schätzt sie alle gleich, und wird als oberstes Ziel immer den Schutz und die Unversehrtheit seiner Schützlinge haben.

Auch zu seinen eigenen Geschöpfen wie den Engel-Wächtern, allen voran Ludwig Mausewitz IV, hat er ein sehr gutes Verhältnis. Er betrachtet sie niemals wie seine Marionetten, sondern gesteht ihnen ihre eigenen Gedanken und Wünsche zu. Einen besseren Chef als Cordatus kann es kaum geben.

zu anderen Göttern

Er sieht das Potenzial in ihnen, und er betrachtet sie als Gleichgesinnte in seinem Streben nach Ordnung und Gleichgewicht. Ihre Streitereien und kleingeistigen Ansichten allerdings hält er für veraltet und er distanziert sich im Laufe der Zeit zunehmend vom Rat der Versammlung, da er nicht mit jeder Entscheidung übereinstimmt. Da er sich selbst aber letztlich als Eindringling in Beta 3864-g6 sieht, und weiß, dass es im Ermessen der "hauseigenen" Naturgötter ist, über diese Dinge zu entscheiden, mischt er sich auch in ihre Belange nur selten ein, und dient ihnen eher als Ratgeber.

Vorkommen

Legende
V Mindestens ein Auftreten, bei der die Figur der Mittelpunkt der Szene ist.
H Erscheint nicht direkt in der Folge, sondern nur als Rückblende, Traum, Erinnerung oder Halluzination
E Kein Auftreten in der Folge, aber Erwähnung mit Namen oder Titel
N Nicht in der Folge und keine Erwähnung
Z Die Folge ist noch nicht veröffentlicht und deswegen lassen sich keine Aussagen über ein Auftreten treffen
Hauptstory
Der Meister des Chaos Die wahre Lüge Das Ende vom Anfang Der falsche Verrat die einzig wahre Wahrheit
V V V V V
Kurzgeschichten
Kriminelles Übernatürliches Wahnsinniges Sonntägliches Himmlisches Chaotisches Der Symbiont Verantwortung
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Ruhe vor dem Chaos
Der Cyborg Der Freund Der Hexer Das Karottenfeld Die Detektivin Der Verräter
N V N N N N

Zitate

  • "Deus Ex Machina!"
  • "Entschuldigt die Verspätung, aber der Brunnen im Zen-Garten war mal wieder verstopft. Seelen der Verdammnis, hab ich recht? Haha!"
  • "Ja, ich bin es: Gott."
  • "Hi, ich bin Gott! Darf ich dir eine Erfrischung anbieten, Mensch?"
  • "Die Menschen sind keine niederen Wesen."
  • "Nur weil dein Maßstab ein deutlich größerer ist, heißt das nicht, dass alles unterhalb davon nicht ebenso wichtig sein kann."
  • "Möchtest du... darüber sprechen?"
  • "Wann habt ihr euch zu reaktionären Sturköpfen entwickelt?"
  • "Narretei! Unverblümte, kurzsichtige Narretei! Ich hätte mehr Scharfsinn von ihnen erwartet!"
  • "Vertrauen basiert auf Gegenseitigkeit."

Trivia

  • Cordatus entstand ursprünglich aus der Idee, einem Tick seines Sprechers Hebelios, immer "Ja bitte?" zu sagen, wenn jemand das Wort "Gott" sagte, eine figürliche Darstellung zu geben.
  • Daraus wurde zunehmend in der Konzipierungsphase eine wichtigere Figur, und schließlich entschieden sich Louis und Hebelios dazu, Cordatus zu Hebelios' Hauptfigur im Kontinuum zu machen.
  • Cordatus ist von seiner ganzen Natur her als moralischer Kompass und Symbol für die Vermittlung von Lebensweisheiten aufgemacht. Viele Dinge, die er sagt, sind universell anwendbar und spiegeln Grundsätze aus der Psychologie wieder. Er soll ein positiver Einfluss auf alle in seiner Umgebung sein.
  • Während Cordatus und Quint mit Chaos und Ordnung schon sehr unterschiedliche Konzepte verkörpern, so ist das wirkliche thematische Gegenstück zu Cordatus eher Lord Grazek.
  • Dass die Hauptgeschichten in Bluewood und damit in Teutschenland spielen, liegt an Cordatus. Teutschenland ist sein Lieblings-Menschenland, weshalb er teutsche Namen für seine Engel-Wächter verwendet, und tendenziell öfter dort in das Geschehen eingreift. Aus diesem Grund fixierte sich auch Quint hauptsächlich auf dieses Land.
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